Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

Fragen zu chronischen Erkrankungen deiner Katze wie CNI, SDÜ, EPI, Asthma usw.
Diese können wir nur im Rahmen unser Möglichkeiten beantworten.
Die Behandlung sollte immer in Zusammenarbeit mit deinem Tierarzt erfolgen.
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Antonie

Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#1

Beitrag von Antonie » 10. Februar 2016 15:43

Hallo liebe Foris,

Petra und Marlies empfahlen mir, ein Thema zu meiner Allergie-Katze Lilly hier bei Euch zu eröffnen. Ich bin mittlerweile sehr verzweifelt und mache mir große Sorgen, wie es weiter gehen soll? :roll: Ich weiß nicht, ob sich hier ein Fori mit Allergien auskennt? Ich habe sehr viel geschrieben, wusste nur nicht, wie ich 6 Jahre schlimmen Krankheitsverlauf noch kürzer zusammenfassen sollte. Vielleicht mögt und könnt Ihr gar nicht so viel lesen?

Um Lillys Krankheitsverlauf übersichtlicher zu gestalten, empfahl mir Petra den Vorstellungsbogen für unsere Zuckerschnuten zu nutzen.

Ich habe auch Ende Januar Eure Zuckertabelle etwas umfunktioniert, um für Lilly eine Tabelle zu schaffen. In meiner Tabelle habe ich Lillys Verlauf seit August 2015 dokumentiert. Bei Interesse kann ich die Tabelle gerne auch frei geben.

1. Name deiner Katze, wie alt ist sie?
Lilly, geboren am 24.10.2009, zog im Alter von 12 Wochen bei uns ein.

2. Kater oder Katze, kastriert ja oder nein?
Katze, kastriert.

3. Wann erfolgte die Allergie-Diagnose / Krankheitsverlauf?
Als Lilly im Alter von 12 Wochen bei uns einzog, hatte sie eine kleine Kruste im Kopfbereich. Ich glaubte damals, das sei bestimmt von einer Rauferei mit ihren Geschwistern.

Schnell wurden wir eines besseren belehrt. In Lillys ersten Jahren begrenzte sich die Symptomatik eher auf den Bauch und die Innenseiten der Hinterbeine. Auch gab es immer mal wieder längere Pausen. Vom Beschwerdebild her gingen großflächig die Haare aus und die kahlen Stellen waren mit kleinen Krusten bedeckt.

So weit ich mich erinnere, wurde Lilly damals nur symptomatisch überwiegend mit Surolan therapiert. Wann es die erste Cortisonspritze gab, weiß ich nicht mehr genau. Meine Erinnerung setzt da ab Sommer 2013 ein.

Nach einem TA-Besuch im Sommer 2013, der sich Lillys Haare unter dem Mikroskop ansah, wurde sie mit frontline behandelt, weil der TA glaubte, irgendwelche Viecher zu sehen. Das frontline vertrug Lilly überhaupt nicht gut. Sie entwickelte ganz schlimme Symptome. Der komplette Rücken war aufgekratzt und wund sowie mit blutigen Krusten bedeckt. Damals wurde dann ein Depot-Kortison gespritzt, das 4 Wochen wirken sollte. Trotz des Cortisons brauchte Lilly ca. 2 Monate, bis es ihr wieder gut ging. Sie versteckte sich nur noch in Höhlen und war ein Häufchen Elend.

Entweder schon in 2013 oder spätestens 2014 wechselten wir den TA. Diese TA sprach das erste Mal von einem Allergietest. Doch dieser war entweder nicht möglich, weil wir es finanziell nicht realisieren konnten und dann war Lilly irgendwann auch nicht mehr lange genug cortisonfrei.

Veränderung des Beschwerdebildes ab ca. 2014:
Mir fiel ein gehäuftes saisonales Auftreten in den Monaten März bis einschließlich September auf.

Verlagerung/Änderung der Symptomatik ab ca. 2014:
Fellverlust und Krusten mittlerweile überwiegend im Gesicht um die Schnurrbarthaare und an den Mundwinkeln, manchmal in der Nähe der Ohren oder in der Halsregion, selten großflächig an den Flanken.
Außerdem sind Schwellungen im Bereich des Mundes, der Lippen und der Mundwinkel hinzugekommen, die Lilly sehr zusetzen. Außerdem konzentrieren sich die Beschwerden auch auf die Pfoten. Sie schwellen dann an, sind entzündet und Lilly hebt dann immer die Pfote.

Im August 2015 wollte die TA auf keinen Fall mehr Cortison spritzen und eine lokale Behandlung versuchen, damit ein Allergietest möglich ist. Das endete im Fiasko. Ich wechselte den TA, weil es Lilly immer schlechter ging und seit August 2015 kriege ich Lilly im Prinzip nicht mehr vom Cortison los :!:

4. Wie viel wiegt deine Katze? Idealgewicht, oder eher zu dünn oder zu dick?
Bis Sommer 2015 4,2 kg, mittlerweile 4,5 kg (wahrscheinlich durch das viele Cortison)

5. Hat deine Katze schon einmal Cortison bekommen (Spritze oder Tabletten)? Und wenn ja, wann?
Spätestens im Sommer 2013 erstmalig?
Ab 2015 habe ich die Cortisongaben dorkumentiert (Von März bis Juli 3 x Depot-Medrol + 3 x Convenia).
Ich glaube jedoch, schon im Jahr 2014 sah es auch nicht anders aus.
Im August 2015 erhielt Lilly eine Depot-Spritze von meinem Haus-TA, nach den gescheiterten lokalen Behandlungsversuch der TA in Bonn-Beuel, dann Umstieg auf Prednisolon Tbl. 5mg (Wann und wie viel steht in meiner Tabelle).

Ich bekomme Lilly mittlerweile nicht mehr cortisonfrei. Immer, wenn ich abdosiere, fangen spätestens kurz nach Absetzen des Cortisons oder mittlerweile auch schon während des Abdosierens erneute Beschwerden an, die Lilly sehr zusetzen.

6. Was hat deine Katze noch für andere Erkrankungen?
Keine, aber seit Sommer 2015 immer mal wieder breiigen Output.
Diabetes kann ich bisher ausschließen, da wir den BZ überprüfen.

7. Welche Medikamente bekommt deine Katze noch, außer Cortison?
Lilly wird schon mal mit Cetirizin unterstützt. Es hat allerdings keine Wirkung bei den Gesichts- und Pfotenschwellungen, wenn überhaupt hilft es ein wenig bei aufgekratzten krustigen Stellen im Kopfbereich.

9. Welches Futter bekam deine Katze bisher? (NaFu, TroFu, bitte den genauen Namen)
Lilly isst fast ausschließlich Nafu, sie ist schon als Baby auf Felix und Co. eingeschoßen worden, hauptsächlich: Felix, Gourmet Gold, Gourmet a la Carte, Purina.

Lilly lehnt Rohfleisch und gekochtes Fleisch komplett ab. Sie mag auch keine herkömmlichen Leckerchen, kein Käse, keine Wurst. Das Einzige, was Lilly außer ihrem Nafu mag, sind die Aldi- oder Whiskaskaustängchen. In die stecke ich immer ihre Tabletten.

Getreidefreies Nafu oder auch festes Nafu ohne Soße lehnt Lilly vehement ab.

14. Gibt es schon Blutzuckerwerte von deiner Katze? (Falls ja, bitte die genauen Werte angeben)
Ja, sind in meiner Tabelle hinterlegt, BZ ist im Normbereich.

15. Hast du aktuelle Blutwerte von deiner Katze? (Wenn ja, bitte die genauen Werte hier angeben, möglichst mit Referenzwert)
Nein, es wurde einmal im Sommer 2013 Blut abgenommen von einer Vertretung, als Lilly damals das Depot-Kortison erhielt nach der schweren Reaktion auf das frontline. Sowohl mein jetziger Haus-TA als auch die Dermatologin finden ein geratrisches Profil zur Zeit nicht sinnvoll. Sie argumentieren, selbst, wenn wir wüssten, dass z.B. Leber- und Nierenwerte erhöht wären, welche Konsequenz hätte das?

17. Falls es sonst etwas zu deiner Katze zu erzählen gibt, das wir noch nicht erfragt haben, bitte teile uns das hier mit.
Seit August 2015 gehe ich mit Lilly zu meinem Haus-TA. Er sagt, sie muss unbedingt vom Cortison weg und möchte nun einen Versuch mit Atopica starten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das tun soll wegen der möglichen NW. Mein Haus-TA tendiert eher Richtung atopischer Dermatitis.

Besuch bei einer Dermatologin in Köln Ende Januar (3 Tage vor Mottes Zahn-OP):
Untersuchung + Beratung, mikroskopische Untersuchung der Hautpartikel der letzten kleinen aktuellen, fast abgeheilten Kruste am Hals:

Die TA glaubt, Flohkot zu sehen + eine bakterielle Hyperinfektion. Es wurde mal wieder Convenia gepritzt.
Die Dermatologin geht eher von einer Futtermittelallergie aus. Lilly soll nun eine Ausschlußdiät machen. Wenn Lilly das Essen nicht mag, können wir sie bis zu 2 Tage hungern lassen. Auf meine Frage nach der hepatischen Lipidose sagte sie, dass da nur übergewichtige Katzen gefährdet sind.
Außerdem soll Lilly so eine Hammertablette bekommen gegen die Flohspeichelallergie: Comfortis 270 mg.

Die Dermatologin ist außerdem der Meinung, dass ein Allergietest bei einer ca. 6 ½jährigen Katze keinen Sinn mehr macht. Der Futtermittelallergietest ist eh nicht zuverlässig und bei dem Test auf Umweltgene würde man in Lillys Alter keine Hypersensibilisierung mehr starten, da sie in dem Alter nicht mehr darauf ansprechen würde. (Katzen würden darauf eh schlecht ansprechen.)

Sowohl Haus-TA als auch Dermatologin sind sich einig, dass die atopische Dermatitis gut auf Cortison anspricht, die Futtermittelallergie jedoch nicht. Ich beobachte, dass das Cortison bei den Gesichtsschwellungen gut und sehr schnell wirkt, doch nicht mehr so gut bei den aufgekratzten Stellen im Kopf- und Halsbereich.

Ich denke eher, dass Lilly sowohl atopisch ist ist als auch auf Futter allergisch reagiert. :nixwei:

Ansonsten ist die Innenseite des li. Hinterbeines schon lange komplett kahl, Haare wachsen dort nicht mehr, die andere Seite ist zum Teil kahl.

Ich weiß nun einfach nicht mehr, wie es weiter gehen soll? Soll ich Lilly 2 Tage hungern lassen oder soll ich einen Versuch mit Atopica starten? Das zermürbt mich alles sehr, ich habe Angst, dass Lilly nicht alt wird wegen des vielen Cortisons, manchmal bin ich richtig verzweifelt.

Ich würde mich wirklich riesig freuen, wenn trotz meines Romans die eine oder andere Antwort käme. :a_icon14_0b4b4c7:

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Inge
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Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#2

Beitrag von Inge » 10. Februar 2016 16:07

Liebe Antonia,

da hat Lilly und natürlich auch ihr viel durchgemacht.Unser Benny hatte ganz große Probleme mit seiner Mundschleimhaut.Er ist sogar nachts laut schimpfend aus dem Bett gesprungen weil er Schmerzen hatte.Wir waren soweit das ihr ihn gehen lassen wollten.Ich habe dann mit Hilfe einer befreundetet Heilpraktikerin einen Plan aufgestellt.Der aus Silicea ,Atopica und Propolis bestand.Es ist innerhalb von 6 Wochen alles abgeheilt gewesen.!

Eine Aussschlußdiät wäre recht gut du kannst dir ja mal online z.b bei Sandras Tieroase etc eine Probedose bestellen

Hier eine Auflistung von sortenreinem Futter und ich persönlich bin ein absoluter Fan on Honig und [Du musst angemeldet sein um diesen Link zu sehen]



Om Nom Nom
Huhne
Fisch

Steakhouse von Fleischeslust
Kein Alleinfuttermittel
Lamm
Pferd
Pute
Rind
Ziege

Hermanns Katzenfutter
Rind
Huhn
Pute
Pferd

Ropocat Sensitive
Pute mit Kartoffeln
Geflügel pur mit Kartoffeln
Hirsch pur mit Kartoffeln
Wild pur mit Kartoffeln
Lamm pur mit Kartoffeln
Wild pur
Huhn pur
Geflügel pur
Hirsch pur
Lamm pur

Felini Nature:
Huhn
Rind

Grau:
Pute mit Vollkornreis
Lamm mit Vollkornreis

Integra Sensitiv
Lamm und Reis
Pute und Reis
Pute und Kartoffel

Mac's:
Lamm mit Karotte
Pute mit Karotte
Rind mit Reis

Miamor:
Ergänzungsfuttermittel!
Feine Filets mit Huhn und Reis
Feine Filets Naturelle Huhn pur
Feine Filets Naturelle Huhn und Kürbis
Feine Filets Naturelle Skipjack Thunfisch
Feine Filets heller Thunfisch & Reis
Feine Filets heller Thunfisch & Gemüse
Milde Mahlzeit Huhn & Gemüse

Moonlight:
Ergänzungsfuttermittel!
Dinner Huhn mit Hühnerherzen
Dinner Huhn mit Gemüse

Perro Cat:
Rind

Porta 21:
Kein Alleinfuttermittel!
Huhn mit Aloe
Huhn mit Reis
Hühnerfleisch pur in ganzen Stücken

Schesir:
Ergänzungsfuttermittel!
Natural Hühnerfilet
Natural Huhn und Reis
Natural Lachs
Natural Thunfisch

Terra Faelis:
Huhn und Katzenminze
Kaninchen mit Brokkoli & Katzenminze
Pute mit Zucchini & Kamille
Rind mit Karotte & Brunnenkresse
Seelachs mit Tomaten & Hagebutte

Catz Finefood:
Kalb

Vet Concept
Katzenmenü KANINCHEN
Katzenmenü KÄNGURU
Katzenmenü ENTE
Katzenmenü RENTIER
Viele Grüße
Inge
Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
Jean Paul

Sunny

Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#3

Beitrag von Sunny » 10. Februar 2016 16:48

Hallo Antonie

arme kleine LillyMaus.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie euch zumute sein muss.
Das Tier leidet, kratzt sich wie blöd und man selber kann nichts tun um zu helfen.

Mein Herzenskater Timon bekam im Alter von 10 Monaten sein erstes eosiniphiles Granulom.
Bei ihm waren die betroffenen Hautpartien hauptsächlich die Ohreingänge und der Hals.
Unsere TA kam natürlich sofort mit Cortison an.
Das Spielchen hab ich tatsächlich 3 Jahre lang immer wieder mitgespielt, bis ich die Reissleine gezogen habe,
weil Cortioson überhaupt nichts brachte in unserem Fall.
Bei Timon war relativ schnell klar, das er eine Futtermittelunverträglichkeit hat. Er hat auf jegliches Getreide, incl. Reis reagiert.
Eine zeitlang konnte ich ihn mit dem RC Sensibility Control cortisonfrei halten, bis die die Rezeptur geändert haben
und statt Tapioka plötzlich Reis drin war.
An dem Punkt bin ich dann mit Timon auf BARF umgestiegen. Leider brachte jedes kleine Leckerlie das EG wieder zum Ausbruch.
Und wenn Timon sich erst einmal blutig gekratzt hatte, halb auch kein Antihistamin mehr.
Ceterizin hatte bei ihm sowieso keine Wirkung, und ein Mittel namens Polaromin, das ihm sehr gut halft, wurde plötzlich vom Markt genommen.
Vom TA bekamen wir dann Histacalmin von virbac, das hat wirklich geholfen!
Leider gibt es das nicht auf dem deutschen Markt, so das es nur über einen TA in einer internationalen Apotheke zu beziehen ist.
Aber das Mittel kann ich wirklich empfehlen.
Ich bin dann im Inet auf eine Studie zur Laserbehandlung bei EGs gestossen. Unsere TA hat sich schlau gemacht und dann haben wir es gewagt.
Timons zu dem Zeitpunkt 5 große offene Wunden wurden gelasert. Die gelaserten Wunden waren ach ca. 3 Wochen komplett abgeheilt
und mein Timon war, unter Einhaltung seiner Diät, also Vermeidung jeglichen Getreides, für den Rest seines Lebens EG-frei.
Wenn er doch mal 1-2 Dreamis zuviel bekommen hat und ich Pickelchen an seinem Hals entdeckt habe, bekam er ein paar Tage lang das Histacalmin
und der Spuk war wieder vorüber.

Das ist sicher nicht auf jede Katze übertragbar, aber vielleicht kann bei euch das Histacalmin auch helfen
und ihr könnt euch mal über eine Laserterapie erkundigen.
[Du musst angemeldet sein um diesen Link zu sehen] kannst du dir ein paar Bilder von Timons Behandlung ansehen

Antonie

Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#4

Beitrag von Antonie » 10. Februar 2016 17:39

Erst einmal lieben Dank für Eure Antworten Inge und Petra! :a_icon14_0b4b4c7:

@Inge:
Wir hatten uns ja schon mal über Lilly unterhalten und ich habe das auch noch gespeichert mit dem Atopica bei Benny und den homöopathischen Mitteln.

Wie lange hast Du denn das Atopica gegeben :?: Soweit ich weiß, wirkt es frühestens nach 4-6 Wochen.

Das ist ja eine lange Liste, die Du mir da zur Verfügung gestellt hast. Lieben Dank. :danke:

Ich denke nur, das Problem wird sein, ob Lilly überhaupt irgendetwas davon anrühren wird? Ich habe Dir ja schon mal geschrieben, dass sie nur auf Soßenkram steht. Und wenn ich es einschleiche, ist das kontraproduktiv zur Ausschlußdiät.

Bei einer Ausschlußdiät soll ja auch eine Komponente gefunden, mit der Lilly noch nie Berührung hatte und da wird es schon schwierig. Die Dermatologin schlug Ente oder Kaninchen vor, fällt beides schon aus. Pferd, habe ich gehört, mögen die meisten Katzen nicht. Dann ist Lilly es gewohnt, so ihre ca. 4 verschiedenen Sorten am Tag zu essen. Und nur eine Sorte über viele Wochen, die Maus wird mir am vollen Futternapf verhungern. Ich hatte ja letztes Jahr auch schon mal für Max mit seiner BSD-/IBD-Erkrankung verschiedene Sorten von Vetconcept da, u.a. Pferd, Ziege, Kängeruh, etc. Die haben mich alle angeschaut, als würde ich einen doofen Scherz reißen. :noe:

Im Prinzip müsste ich Lilly ja dann hungern lassen, wie die Dermatologin es vorschlug. Und wie kriege ich dann ihre Tbl. in sie rein, wenn Aldi-Stängchen nicht mehr gefüttert werden dürfen? Wenn wir das mit Gewalt machen, ich kenne meine Maus, spätestens nach dem 2. Mal wird sie sich nur noch vor uns verstecken. Lilly ist ein absolutes Sensibelchen!

@Petra:
Ich hatte die Dermatologin auch auf die Lasertherapie angesprochen, weil Petra mir schon mal schrieb, dass Du das bei Timon hast machen lassen. Die sagte, das sei kompletter Quatsch.

Das Problem ist ja bei Lilly auch, dass die Symptome an ganz verschiedenen Stellen auftreten. Es ist ja nicht nur auf eine Region begrenzt. Die Hinterbeine sind innen komplett kahl. Aber da wachsen nur keine Haare mehr, keine Krusten, etc. Dann hatte Lilly letztes Jahr mal im Mai ein Riesenloch in der Flanke. Das ging auch im Prinzip ohne Krustenbildung einher. Zuletzt kommen die vielfältigen Symptome im Gesichts- und Kopfbereich und an den Pfoten von entzündeten Krusten bis hin zu starken Schwellungen.

Ich wüsste gar nicht, wo da die Lasertherapie ansetzen sollte und macht man das auch, wenn sie gerade keine entzündeten Stellen hat? Und wenn man das an einer Stelle macht, kann die nächste aufgekratzte und entzündete Stelle doch auch woanders auftreten. :nixwei:

Müsste ich für das Histacalmin ein Rezept von meinem TA haben, um es bestellen zu können?

Mit dem Cortison, das setzt mir echt mittlerweile zu. Auch, wenn Lilly noch keinen Diabetes hat, was ja nicht heißt, dass sie diesen immer noch entwickeln kann, was ist mit Leber und Nieren? Sie ist doch noch so jung!

Das ist Dein Timon auf den Fotos? Das sah aber wirklich ganz schlimm aus! Es ist toll, dass ihm die Lasertherapie so gut geholfen hat!

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Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#5

Beitrag von Petra » 10. Februar 2016 17:53

Auf keinen Fall würde ich eine Katze über 2 Tage hungern lassen !
Da kann ich mit der TÄ absolut nicht konform gehen.

Eine Fütterung abprupt umstellen, bringt bei Katzen außer möglicher Verdauungsstörungen und Inappetanz gar nichts.

Eine Futterumstellung kann funktionieren, wenn man zunächst nur ein klein wenig unter das gewohnte Futter mischt und den Anteil des des neuen Futters dann weiter täglich etwas erhöht.

Auch ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Futtersorten in Premium und Supermarktfutter kann zu Verdauungsstörungen führen. Also sollte man bei einer Qualität bleiben.

„Essentielle Fettsäuren
Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sind potente Modulatoren der
Prostaglandin- und Leukotrien- Synthese (MILLER 1989). Sie reduzieren
die entzündungsfördernden Eicosanoide (wie z.B. Arachnoidonsäure),
fördern die entzündungshemmenden Eicosanoide (wie z.B.
Prostaglandine) und sind Bausteine für eine optimale epitheliale
Barrierefunktion. Ausser gelegentlichem Durchfall und Erbrechen sind bei
der Anwendung von Fettsäuren nur sehr selten Nebenwirkungen
feststellbar (SCOTT et al 1993). Omega- 3 und Omega- 6 Fettsäuren
haben in mehreren Studien bereits gute Ergebnisse erzielt (HARVEY
1991, MILLER 1993).“

Quelle: [Du musst angemeldet sein um diesen Link zu sehen]

Gute Erfahrungen gibt es mit Lachsöl. Man kann täglich 1-2 Kapseln aufstechen und über die tägliche Futtermenge verteilen.
Das Vorhandensein von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren ist wichtig, aber auch das richtige Verhältnis zu einander. Lachsöl zu Nachtkerzenöl sollte 1 : 4 sein.

Nachtkerzenöl : VetConcept empfiehlt 6-10 Tropfen täglich (Quelle: [Du musst angemeldet sein um diesen Link zu sehen] )


Einen Sensitest kann man durchaus durchführen ( auch wenn TÄ dagegen wettern) besteht doch die Möglichkeit die Unverträglichkeiten herauszufinden und in Zukunft diese zu meiden. ( die IgE-Werte sind hierfür relevant ).

Wenn bereits offene Stellen da sind, hatte ich dir ja schon mal empfohlen, diese mit kolloidalem Silberwasser zu behandeln. Man erreicht damit eine schnellere Abtrocknung und etwas Juckreiz-lindernd wirkt es auch.

Eine Ausschlußdiät würde ich immer mit einer Fleischsorte beginnen, die Lilly sonst nicht bekommt. Pferd, Strauß usw.
Viele Grüße
Petra



Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(Antoine de Saint-Exupery)

© Ohne meine Genehmigung untersage ich, meine Beiträge u. Fotos außerhalb dieses Forums zu verlinken oder zu zitieren !

Sunny

Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#6

Beitrag von Sunny » 10. Februar 2016 18:59

Ich hatte die Dermatologin auch auf die Lasertherapie angesprochen, .... Die sagte, das sei kompletter Quatsch.
Quatsch ist es mit Sicherheit nicht, denn es hat ja unsere Probleme beseitigt.
Es ist mittlerweile eigentlich eine anerkannte Behandlungsmethode. Natürlich ist es nicht für alle Hautprobleme
und vor allem für alle Hautpartien geeignet.
Und wenn man das an einer Stelle macht, kann die nächste aufgekratzte und entzündete Stelle doch auch woanders auftreten.
Ja, das ist natürlich möglich. Bei Timon waren immer die gleichen Hautpartien betroffen. Insofern hatten wir also Glück.
Müsste ich für das Histacalmin ein Rezept von meinem TA haben, um es bestellen zu können?
Ja, es ist verschreibungspflichtig.
ich hab es immer direkt in der TA-Praxis bekommen.
Nachdem es bei Timon so gut angeschlagen hatte, hat die TA es auch bei anderen Katzen eingesetzt.
Daher hat sie das immer vorrätig gehabt oder hat es halt auf Anfrage bestellt.
Einen Sensitest kann man durchaus durchführen ( auch wenn TÄ dagegen wettern) besteht doch die Möglichkeit die Unverträglichkeiten herauszufinden und in Zukunft diese zu meiden. ( die IgE-Werte sind hierfür relevant ).
Unsere TA hat diese Test früher zusammen mit einem Dermatologen durchgeführt.
Nach der 2. Katze, die in ihnen bei der Behandlung an einem Schock gestorben ist, macht sie heute gar keine
Sensibilisierungstests mehr.
Ich würde das bei meinen Katzen auch nicht machen lassen.

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Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#7

Beitrag von Petra » 10. Februar 2016 19:12

Schau mal [Du musst angemeldet sein um diesen Link zu sehen] gibt es auch noch einige interessante Informationen.
Viele Grüße
Petra



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Antonie

Re: Antonie`s Motte - Große Sorgen um Allergiekatze Lilly

#8

Beitrag von Antonie » 11. Februar 2016 07:02

:danke: erst mal Ihr Lieben für Eure Antworten. Petra, ich werde heute Nachmittag mal lesen und melde mich dann, wenn ich etwas Zeit habe.

Euch allen einen schönen Tag. :blume1:

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